Zalon im Test: Dress me like Pinterest

Sich einmal wie ein Star fühlen und sich von einem Stylistenteam einkleiden lassen? Wir haben genau das bei Zalon ausprobiert und warteten zuhause gespannt auf das Paket. 

Shopping ist nicht so meins: Zu viele Leute, zu viel Auswahl und am Ende landet sowieso wieder ein Basisteil in der Tüte, das zuhause im Schrank in ähnlicher Form schon existiert. Zalon, die kostenlose Online-Modeberatung von Zalando, kam daher wie gerufen. Ich habe es ausprobiert und liess mir von einer Stylistin persönliche Outfits zusammenstellen.

Mit einem Fragenkatalog zum individuellen Stilprofil

Damit die Zalon-Stylistin meinen Geschmack, mein Bedürfnis und die Grösse trifft, muss ich einige Angaben hinterlassen und klicke mich zuerst durch einen Fragenkatalog: Welche Muster und Farben mag ich, welche Schnitte bevorzuge ich bei Hosen, wie hoch darf der Absatz bei Schuhen sein etc. Zudem gebe ich Grössen und Preisspannen für einzelne Kleidungsstücke an. Bei jedem Schritt kann ich zudem persönliche Kommentare hinterlassen.

Zusätzlich lade ich in meinem Profil einige Bilder von mir selber hoch und von Kleidungsstilen, die ich mag. Bei letzteren verlinke ich auf mein Pinterestboard, auf welches ich laufend meine Lieblingsteile pinne. Am Ende wähle ich meine persönliche Stylistin aus: Ich entscheide mich für Marisa aus Zürich.

Zalon Outfit

Trenchoat von Only, Shirt von Zalando, Jeans von Lee, Sneakers von Adidas

Grosse Vorfreude, die lange währt

Nach der Klickerei ist meine Vorfreude auf das Paket mit den persönlichen Outfits gross. So gross, dass sie selbst während der langen Wartezeit von knapp einem Monat währt. Kurz bevor das Paket bei mir eintrifft, erhalte ich eine E-Mail mit einer Vorschau. Dort kann ich letzte Korrekturwünsche anbringen. Da Zalon nicht weiss, was sich bereits bei mir im Schrank stapelt, verzichte ich auf einige sehr ähnliche Kleidungsstücke. Zudem trifft ein Accessoire in Schlangenlederoptik so gar nicht meinen Geschmack. Ansonsten belasse ich die Box so, wie sie ist.

Paket Zalon

Das Paket ist da!

Wer zuhause ist, wenn der Pösteler es liefert, kann sich glücklich schätzen. Das Päckli ist nämlich riesig und ganz schön schwer. Der praktische Tragegriff (und der Mann, der er es mir nach Hause trägt :-)), erleichtert jedoch das Schleppen.

Ich erhalte zwei verschiedene Outfits mit mehreren Teilen, die sich kombinieren lassen. Die konkreten Vorschläge hat die Stylistin auf einer A4-Seite zusammengefasst. Auf den ersten Blick sieht alles ganz passend aus und auch nach dem Anprobieren ist das Fazit nicht allzu schlecht: Von 14 Kleidungsstücken passt lediglich eines nicht und drei entsprechen nicht meinem Geschmack. Behalten habe ich am Ende jedoch nur zwei Stücke, ein drittes habe ich mir in einer anderen Farbe bestellt. Der Rest ging per Post zurück.

Zalon Outfit 2

Blazer von Benetton, Shirt von Zalando, Hose von Guess, Schuhe von Adidas

Zalon sorgt für Vorfreude und Inspiration

Mein Fazit: Besonders die Vorfreude auf das Paket und die Überraschung machen diese Art von Online-Shopping zu einem Erlebnis. Zudem habe ich neue Schnitte ausprobiert, die ich selber nie mit in die Umkleide genommen hätte. So zum Beispiel das Jersey-Kleid, in welches ich mich total verliebt habe. Einen Personal Shopper kann Zalon nicht ersetzen, aber das darf man von einem kostenlosen Service wohl auch nicht erwarten.

Zalon gibt es übrigens nicht nur online: An der BEA besuchen sie Bern mit einem Messestand im Bereich BEA Women, welcher von «Bärner Meitschi» präsentiert wird.

Fotos: Steve Nhan Duc / Styling: Nadja Straub / Location: Münstergasse, Bern (Danke an Bigfriends Running für die Umkleide.)

Zalon Kleid

Strickjacke von Object, Kleid von Even & Odd, Stiefeletten von Pier One

Zalon Kleid 2

Strickjacke von Object, Kleid von Even & Odd, Stiefeletten von Pier One

Zalon Kleid Sneakers

Kleid von Even & Odd, Sneakers von Adidas

4 Comments

  • Yvonne
    12. April 2016 09:15

    Wundebrar! E bitzli die alti Jrene gmixt mit chli ere neue Jrene!

    • Jrene
      12. April 2016 20:08

      Hast du mich soeben alt genannt? 😉

  • Julia
    27. April 2016 22:25

    So, auf ausdrücklichen Wunsch der Bärnermeitschis kann ich nun auch von meiner Zalon Erfahrung berichten. Ausschlag, es auszuprobieren gab der Artikel hier – die Outfits wirkten sehr liebevoll und abwechslungsreich zusammengestellt, was natürlich auch an Jrenes Pinterestboars liegen könnte 😉
    Der Prozess lief wie beschrieben, das Abholerlebnis fand ich super. Tragegriff für etwas eleganteres Schleppen und eine noch weniger etablierte blaugemusterte Kiste – die die leichte Scham, die man häufig bei den Zalandokisten auf dem Nachhauseweg empfindet, ein klein wenig schmälert 😉
    meine Vorfreude wurde leider bereits bei der Preview gedämpft und leider konnte das beim Empfang der Outfits nicht mehr besser werden. Persönlicher Geschmack sei mal dahin gestellt: ich gebe zu, ich bin sicher schwer für Neues zu überzeugen . Aber relativ sachlich betrachtet, fiel mir schon einiges Mangelhaftes auf.
    Von einem urban Freizeit Style war nicht viel zu spüren – beide Outfits waren recht bieder und konservativ. Klar, die Stylistin kennt mich nicht, die Bilder hatten es aber eigentlich unterstrichen. Davon übernommen wurde lediglich nahezu 1zu1 die Kombi Bluse mit Shorts und Boots. Bei den Farben nahm man mich wörtlich. Ich schrieb in einem meiner Kommentare, ich mag zurzeit oliv-Töne. Aber müssen dann alle beiden Outfits inklusive das überteuerte surprise Outfit in dieser Farbe gehalten sein? Vielleicht, um die Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen?
    Ich schrieb Hosengrösse 38-40, doch kamen dann direkt alle Hosen mit Gummiband UND in L, wodurch die meisten unbrauchbar sind. (Wenigstens fühlte ich mich für einmal wahnsinnig schlank am Po 😉, danke Zalon ) Trotz Angabe, dass ich absolut keine Muster und Punkte mag, wurde neben weissen und Oliven Basic Oberteilen genau diese Art von Shirts vorgeschlagen.
    Auf mein Feedback hin, wurden die mir gar nicht erst mitgeschickt. Alternativen aber leider auch nicht.
    Entweder hatte die Stylistin einen schlechten Tag oder ihr Geschmack ist wirklich so klassisch dezent und offengestanden uninspiriert. Parallelen zu den eingereichten Fotos waren jedenfalls nur wenige vorhanden.

    Genug gemotzt. Was von der Experience überbleibt. Eine Bluse (ja, die gepunktete, denn man soll ja öfter mal was Neues testen) und eine Shorts. Inspiration für einige Kombinationen. Und die Erkenntnis, dass ich oliv zwar zurzeit ganz dufte finde, aber nicht mein kompletter Kleiderschrank darin erstrahlen soll.

    Möglicherweise werde ich den Service zu einem späteren Zeitpunkt nochmals testen, um herauszufinden, ob es mit einer anderen Stylistin evtl auch aus einer anderen Grossstadt anders läuft oder ob da doch das Computersystem die Klamotten für mich wählt. Ein bisschen Glück gehört wohl schon dazu – aber das ist bei eigenen Shoppingzügen auch nicht anders.

    An sich für den Start in eine neue Fashion Saison für mittelmässige Trendsetterinnen wie mich eine ganz gute Starthilfe. Und das nächste mal ist der Initialaufwand (Profil ausfüllen) für zwei Kleidungsstücke wenigstens nicht so hoch .
    Und bis zum nächsten mal, lass ich mich von meinen erfahrenen Freundinnen unterstützen. Bärnermeitschis halt 😊

    • Jrene
      30. April 2016 18:01

      Danke Julia für dein Feedback. Das mit dem Geschmack ist halt so eine Sache, finde ich auch total schwierig und bei mir gingen ja auch einige Teile zurück. Vielleicht müsste man auch einfach unterschiedliche Stylisten „durchprobieren“. 🙂 Das mit der Grösse erstaunt mich jedoch, da diese bei mir ziemlich gut passte, da man ja nicht nur Konfektionsgrössen, sondern auch sonst die Masse angibt.
      Bin auch deiner Meinung: Jetzt ist das Profil eingerichtet und wieso nicht einfach mal wieder ausprobieren, wenn man selber keine Lust hat, sich durch die zig Produkte zu klicken.

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