Apérölen in der Weinbar Cipio

Anfang Jahr hat das Cipio in der Rathausgasse eröffnet. Wir haben in der Weinbar zum ersten Mal einen Orange Wine probiert und finden: Hier läuten wir wieder mal den Feierabend ein.

Bern ist keine Partystadt. Das muss man neidlos zugeben. Aber eins können wir: apérölen als gäb’s kein morgen. Seit gut einem halben Jahr zum Beispiel in der Weinbar Cipio in der Rathausgasse 64.

Biodynamisch und aus Europa

Als wir an einem Dienstagabend nach der Arbeit an einen der rot lackierten Tische Platz nehmen und die letzten Sonnenstrahlen einfangen, lacht uns Tamara herzlich an. Die Walliser Gastronomin ist Geschäftsführerin des Cipio und führt die Weinbar voller Leidenschaft. Zusammen mit einem kleinen Team serviert sie hier von Dienstag bis Samstag immer wieder neue Weine – die meisten stammen aus Europa und wurden biodynamisch angebaut. Bezogen werden die Weine von der Weinhandlung Vinvino, zu der das Cipio auch gehört.

Rosaroter und oranger Wein

Wir starten mit einem Rosé-Schaumwein, der perfekt zum lauen Sommerwetter passt. Dazu gibt’s lange Brotstangen zum Knabbern. Der Franciacorta perlt im wunderschönen grossen Weinglas und geht runter wie Sirup.

Auf der rund 15 Offenweine umfassenden Getränkekarte entdecken wir zwei verschiedene «Orange Wines». Dieser Wein, der aus Weissweintrauben hergestellt und bei der Gärung wie Rotwein behandelt wird, ist bei Kennern schon länger bekannt. Ich hingegen begegnete dem Trend im Cipio zum ersten Mal und war gespannt auf ein neues Geschmackserlebnis.

Tamara hatte zwei Orange Wines im Angebot. Wir durften beide degustieren und waren erstaunt, wie unterschiedlich sie schmeckten. Der Meinklang aus dem Burgenland hatte etwas Frisch-Herbes, das an Suure Moscht erinnerte. Der Pinot Gris von Pierre Fricke hingegen war in der Nase erstaunlich süss, im Mund schmeckte er aber so gar nicht klebrig, sondern richtig erfrischend.

Zum Wein gönnten wir uns ein vegetarisches Apéro-Plättli mit dreierlei Käse, Hummus und Zucchetti-Aufstrich, dazu Brot von Bread à Porter. Auf der Snack-Karte stehen ausserdem Oliven, Tatar, Geisskäse mit getoastetem Brot oder ein Fleisch-Plättli. Kostenpunkt: zwischen 5 und 34 Franken. Die Zutaten stammen fast alle aus der Rathausgasse oder zumindest aus Bern.

Events für Feinschmecker 

Die Räumlichkeiten des Cipio, die ebenerdige Bar sowie der Gewölbekeller im Untergeschoss wurden Anfang Jahr richtig schön saniert und werden auch für verschiedene Events genutzt. Ich staunte nicht schlecht, als ich den Fyler mit den anstehenden Veranstaltungen sah. I mean, Schaumwein & Lachs, Chäs & Wy oder Tessiner Abend klingen schon sehr verlockend. Sämtliche Events inkl. Daten findest du hier:

Events im Cipio


Fazit

Das Cipio ist perfekt, wenn du am Feierabend mit Freunden ein Glas Wein trinken und einen kleinen Happen essen möchtest. Mir hat vor allem die herzliche und unkomplizierte Art des Personals gefallen. Ich bin gespannt auf die anstehenden Events und habe mir die Naturwein-Degustation schon in die Agenda eingetragen.

Cipio Weinbar
Rathausgasse 64
3011 Bern
www.cipio.ch

Öffnungszeiten: 
Di – Mi: 16 – 23.30 Uhr
Do – Sa: 16 – 00.30 Uhr
Anlässe sind auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Fotos: Susann Reinhard Fotografie

Der Apéro im Cipio wurde Bärner Meitschi offeriert. Du kannst dir aber sicher sein, dass dieser Beitrag wie immer unsere ehrliche Meinung enthält.

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