Tavolata im mille sens: Überraschungsgerichte zum Teilen

Kürzlich hatte ich mal wieder ein richtig tolles Restaurant-Erlebnis. So eines, das in Erinnerung bleibt. Es hat mit Sharing zu tun. Mit kreativen Gerichten und mit herzlichem Service. 

Auswärts essen ist in der Schweiz teuer. Umso wichtiger ist für mich, dass der Abend im Restaurant stimmig ist – vom Essen über den Wein bis zur Atmosphäre und dem Service. Das mille sens in der Schweizerhof-Passage hat sich etwas Neues einfallen lassen, das den Abend der Gäste noch etwas spezieller macht.

5 Vorspeisen, 5 Hauptgänge und 5 Desserts

Das neue Konzept heisst „Tavolata“ und zelebriert mehr den je das zusammen Essen. Die Idee ist, dass man sich im mille sens wie zu Hause bei Nonna fühlt, die im Ticino verschiedene Schüsseln mit Köstlichkeiten auf den Familientisch stellt, woraus sich jeder herzhaft bedient. Denn Teilen verbindet auch beim Essen. Unkompliziert und herzlich.

Man kann sich im mille sens entweder für die kleine oder die grosse Genussreise entscheiden. Bei beiden gibt es für zwei Personen fünf Vorspeisen und fünf Hauptgänge zum Teilen. Bei der grossen Genussreise kommen noch fünf Desserts hinzu. Kosten tut das Vergnügen 78 respektive 98 Franken pro Person (ohne Getränke).

Nach dem kleinen Amuse Bouche stellt uns Domingo S. Domingo, der aussergewöhnlich herzlichen und nahbaren Chef des Restaurants, fünf Schälchen mit unterschiedlichen Vorspeisen in die Tischmitte. Da gibt es frisches Tatar vom Wagyu-Beef, ein Kokos-Limettensüppchen, eine Pokébowl und andere leicht asiatisch angehauchte Gerichte. Und im Fusion-Stil geht es mit dem Hauptgang und dem Dessert weiter. Die einzelnen Portionen sind zwar klein, aber am Schluss waren wir mehr als satt und hatten eine Fülle von verschiedenen Speisen gegessen. Einige der Leckereien siehst du auf den Fotos abgebildet. Das Menü variiert jedoch jeden Monat und wird saisonal angepasst.

Getränkebegleitung – mit und ohne Alkohol

Das Esserlebnis macht Spass: Man bedient sich aus den Schälchen, teilt und geniesst gemeinsam. Was ich besonders speziell und toll fand, war die Weinbegleitung. Ich habe mich für die kleine Weinbegleitung mit wenig Alkohol entschieden und bekam zu jedem Gang (Vorspeise, Hauptgang, Dessert) ein Glas eines passenden Weines und ein Glas eines super edlen Wild-Direktsaftes. So schlürfte ich nicht nur einen feinen Tropfen Rot- und Weisswein, sondern auch Quitten-, Krischen und Heidelbeersaft. Die schönen Flaschen wären übrigens ein wunderbares Weihnachtsgeschenk.

Der Besuch im mille sens hat uns wirklich sehr gefallen. Ich kann mir vorstellen, dass das Sharing-Prinzip auch in grösseren Runden – zum Beispiel mit der Familie oder lieben Freunden – toll ist.

Wer lieber nicht teilen will, der kann bei mille sens selbstverständlich aus der normalen Abendkarte auswählen.

Das Tavolata-Znacht im mille sens wurde Bärner Meitschi Simona offeriert. Du kannst dir aber sicher sein, dass auch solche Beiträge unsere ehrliche Meinung beinhalten.

 

 

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