Tschüss Serini, Hallo Unifest

Es war ein ereignisreiches Wochenende in Bern. Am Freitagabend luden die Betreiber der Serini-Bar in der Lorraine ein letztes Mal auf ein Bier, bevor die geschichtsträchtige Garage einem Neubau weichen muss. Ein wenig betrübt durch den Verlust dieses stimmungsvollen Lokals suchten Caro und Ich am Samstagabend Ablenkung am Unifest. Musikalisch trumpften Klischée auf, wobei der anschliessende Folientango zu Wünschen übrig liess.

Tschüss Serini, schön isches gsi

Mit der Zwischennutzung der Serini Bar erhielt die Lorraine im Juli neben dem Wartsaal und dem Café Kairo ein weiteres Lokal, wo sich Greti und Pleti aus dem Quartier treffen konnten. Die Betreiber haben der ehemaligen Garage mit ein paar Handgriffen neues Leben eingehaucht und liessen uns bis in den Herbst die gemütliche Atmosphäre geniessen. Gerne bin ich dort eingekehrt und habe in guter Gesellschaft an der Antipasti-Platte geknabbert und an einem Märze genippt. Mit einer Reihe von Abschiedskonzerten lief die Zwischennutzung noch einmal zur Höchstform auf und präsentierte sich von einer intimen Seite. So sass man auf Bänken, Sofas und Stühlen und lauschte gemeinsam den sanften Tönen von Heidi Happy. In ebendieser entspannten Atmosphäre bot sich die Bar am Freitagabend, als ein letztes Mal im Kreise des alternativ angehauchten Volkes auf die Bar angestossen wurde. Und ich hoffte dabei insgeheim, dass mit der Schliessung des Serinis irgendwo in Bern die nächste Idee für eine wertvolle Zwischennutzung entsteht.

Bis bald, eure Jessica


Unifest, oder wenn die Unitobler einmal im Jahr zur grossen Party einlädt

Bahnhof Bern, gestern Abend um 23h. Viele junge Leute, schon etwas angeheitert, manche mit aufgezeichneten Moustaches und lustigen Kopfbedeckungen, warten auf den 12er Bus Richtung Länggasse. Man will an die Uni, aber für einmal nicht, um in ein Seminar zu sitzen, sondern um Party zu machen.
Die Universität mal ganz anders erleben, das ist das Unifest. Egal ob in der Mensa, wo die Hauptbühne aufgestellt wurde, im Seminarraum F-101 oder in der Tiefgarage, überall wird laut und lustig gefeiert. Dieses Jahr sind nur Berner Bands und DJs auf dem Programm. Von Lo&Leduc, über Yokko bis Trinidad, ein Potpourri verschiedener Musikrichtungen.

23h30: Der Abend beginnt für Jessica und mich bei der Au bout du monde Bar. Hier wird ein Geospiel samt Dartschiessen gespielt, um Gratisbier zu gewinnen. Wir sind etwas ungeduldig und stehen, lange, bei der Bar an. Die drei Barkeeper scheinen überfordert, die junge Frau, die mir Felsenau-Bier ausschenkt, lächelt mich erschöpft an und sagt, es herrsche ein wenig Chaos.

00h00: Wir drängeln uns in der Tiefgarage bis vorne an der Bühne, wo Klischée auftritt. Es ist ein gutes Konzert, der Electro Swing lädt zum Tanzen ein und es herrscht eine tolle Stimmung.

01h30: In einem der Seminarräume, der für einen Abend in eine Kulturbühne umgewandelt wurde, soll ein Folientango stattfinden. Jessica und ich, die neugierigsten Bärner Meitschi an der Uni, wollen da auch mittanzen. Simples Prinzip: Eine Powerpoint-Präsentation halten mit Folien, die man erst im Moment entdeckt, wo man auf die Bühne geht. Leider funktioniert das Mikrofon nicht richtig und das Publikum scheint schon zu betrunken zu sein, um seinen Lärmpegel etwas herabzusenken. Wir gehen also weiter, aber nicht bevor wir mit den Yokko-Jungs geplaudert haben. Frontsänger Adrian Erni erzählt, dass das Konzert (haben wir leider verpasst, war schon um 22h) wirklich Spass gemacht habe. Philipp Joos, der Gitarrist und @weareyokko-Twitterer, fragt Jessica, ob sie die @missjessz auf Twitter sei. Bingo und Potzdonner! Wir wissen jetzt, dass manche Twitterer tatsächlich ihren Profilbildern ähneln.

01h50: Ein junger Mann komplimentiert mich im Gedränge über mein Parfum. Welches es denn sei? Mädels, Chanel kommt einfach immer gut an.

02h00: Ich versuche, mich aus dem Unitobler zu quengeln, um auf den 02h15-Moonliner-Shuttelbus zu gehen. Keine Chance, Stau im Unitobler, niemand kommt da schnell raus.

02h20: Moonliner verpasst, schmerzende Füsse von meinen Wedge-Booties und müde, also nehme ich ein Taxi. Der nette kurdische Taxifahrer fragt belustigt, was da eigentlich los sei in der Länggasse.
Eben, das Unifest.

Bis bald, eure Caroline

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