Segeln in der Karibik mit dem Capitaine

Weine und Tapenade aus der Provence, Weinpartys, wo man soviel zahlt, wie man will: Le Vin du Capitaine ist nicht mehr aus Bern wegzudenken. Nun bieten Captain Fred und First Mate Fabienne auch Segeltörns in der Karibik an.

Eines Abends im September 2015 sagte ich zu meiner Schwester: „Auso chumm, mir maches!“ Wir gingen zu Fred, dem Kapitän, unterschrieben den Reisevertrag und stiessen mit einem Glas Château Coussin auf das bevorstehende Abenteuer an. Und so kam es, dass wir uns ein Jahr später nach Guadeloupe aufmachten, wo wir unvergessliche Ferien auf einem Luxuskatamaran erlebten.

Bienvenue en Guadeloupe!

Traumhafte Strände, Palmen, überall wo das Auge reicht, das Meer so blau wie man es von Instagram-Fotos kennt: Bienvenue en Guadeloupe! Das französische Überseedepartement befindet sich in der Karibik und gehört zusammen mit Martinique, Saint-Martin und Saint-Barthélémy zu den Französischen Antillen. Man zahlt hier mit Euros und bewegt sich in der Europäischen Union. Der Archipel besitzt eine Küste zum Karibischen Meer und zum Atlantik. Die beiden Hauptinseln sind Grande-Terre und Basse-Terre, welche sich voneinander unterscheiden: Typisch für die östlich gelegene Grande-Terre sind die paradiesischen Strände (ich sage nur: Plage de la Caravelle) und die Hauptstadt Pointe-à-Pitre. Basse-Terre hingegen ist wilder und grüner, geprägt durch den Vulkan La Soufrière, den Regenwald und den Naturpark, den man durchwandern kann.

Haus in Pointe-à-Pitre

Haus in Pointe-à-Pitre

Bevor wir mit dem Kapitän aufbrachen, beschlossen meine Schwester und ich, uns vorher an Land ein Bild von Guadeloupe zu machen. Tipp: Unbedingt ein Auto mieten, denn nur so kommst du überallhin, wo du willst. Wir fanden in Sainte-Anne eine schöne und preiswerte Unterkunft auf airbnb und erkundeten von dort aus beide Teile der Insel. Mitte Oktober ist übrigens wirklich eine ideale Zeit, um nach Guadeloupe zu reisen. Die Regenzeit ist dann zu Ende, die Temperaturen sind um die 30 Grad und es sind noch fast keine Touristen auf der Insel.

Hier unsere Top 3:

  • Zur Pointe-des-Châteaux fahren, dem östlichsten Punkt auf Grande-Terre. Oben auf dem Gipfel hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Meer, die umliegenden Inseln und Guadeloupe selbst.
  • Strände: Plage de la Caravelle in Sainte-Anne und Plage du Souffleur in Port-Louis.
  • Das Innere des Regenwaldes erkunden: dank der Route de la Traversée kannst du mit dem Auto Basse-Terre durchqueren und immer wieder Wanderstopps einlegen.

 Eine Woche auf dem Dream Maker

Marina von Pointe-à-Pitre, am Samstag, dem 15. Oktober, kurz vor 17h. Meine Nervosität hat ihren Höhepunkt erreicht. Meine grössten Sorgen: Werde ich seekrank sein? Wird es einen Sturm geben? Fred und Fabienne, unsere Gastgeber, empfangen uns herzlich und offerieren uns einen feinen Cocktail. Cocktails wird es diese Woche viele geben, jeden besser als der andere.

Wir lernen die weiteren Gäste kennen und beziehen unsere Kabinen, die grösser ist als ich sie mir vorgestellt hatte.

Als es endlich losgeht, verfliegen meine Ängste langsam und Tag für Tag wird das Glücksgefühl immer grösser.

Eine Woche auf einem Segelschiff heisst vor allem eines: Freiheit und Einfachheit. Sonnencreme einstreichen, ins Bikini steigen und der Tag kann beginnen!

Ich habe mich eine Woche lang nicht geschminkt, keine Mails gecheckt und nicht dauernd aufs iPhone geschaut (kein Internet sei dank!). Stattdessen stand jeden Tag baden, Sonne tanken und chillen auf dem Programm. Ich habe jeden Tag die atemberaubende Sicht auf Meer und Natur genossen, die Meeresluft tief eingesaugt und abends manchmal während Stunden mit einem Glas Wein in der Hand den Sternenhimmel angeschaut. Der stressige Alltag rückte immer mehr in die Ferne, während ich im Hier und Jetzt lebte. Es ist wahrhaftig ein grosses Privileg, auf hoher See zu sein und das Gefühl zu haben, das Meer für sich alleine zu haben.

Verpflegung

First Mate Fabienne hat sich eine Woche lang ums Essen gekümmert und wir wurden kulinarisch so richtig verwöhnt. Morgens gab’s ein reichhaltiges Frühstück, mittags diverse Salatkreationen und abends Apéro gefolgt von einem Dreigänger mit Wein von Le Vin du Capitaine.

Seekrank?

In der ersten Nacht auf dem Katamaran fiel es mir schwer, einzuschlafen. Man segelt in der Nacht zwar nicht, doch man spürt den Wellengang recht gut. Fred le Capitaine fühlt sich in seiner Koje wie ein Baby in seiner Wiege, mir machte es anfangs recht zu schaffen. In der zweiten Nacht schlief ich jedoch schon viel besser, es ist bekanntlich alles eine Frage der Gewohnheit. Das gleiche gilt fürs Segeln tagsüber: Nachdem wir am Sonntag Petite Terre erreicht hatten, war es mir kotzübel. Ich nahm dann ein Medikament ein und die Übelkeit verflog. Tipp von Fred, wenn’s einem schlecht wird: das Ruder übernehmen und Richtung Horizont schauen. So durfte ich zwei Stunden lang hinter dem Steuerrad sitzen – ein echt tolles Erlebnis!

Die Segelroute

Beim Zmorge immer dasselbe Ritual: Fred hält eine Karte auf und zeigt uns, wo es an jeweiligen Tag hinging. Zusammengefasst sah unsere Segelroute so aus:
Reiseroute

Willst du nächstes Jahr dabei sein, wenn es wieder heisst: Segeln mit dem Capitaine?

Fred und Fabienne organisieren nächstes Jahr wieder einen Segeltörn in der Karibik. Dieses Mal nicht in Guadeloupe, den Ort werden sie zusammen mit den Daten bald verraten. Du informierst dich am besten auf Facebook oder auf der Webseite von Le Vin du Capitaine oder schreibst ihnen eine Email an contact@levinducapitaine.com. Ab Februar kannst du sie auch direkt in ihrer neuen Bar im Breiterain an der Herzogstrasse 12 besuchen und bei einem Glas Wein vom weiten Meer träumen…

Auf dem Dinghy

Auf dem Dinghy

Ankunft bei Les Saintes

Aussicht vom Fort Napoléon in Les Saintes

Aussicht vom Fort Napoléon in Les Saintes

Fotos: Caroline Hulliger und Thomas Schmidt

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