Mit Jumi durch die Gänge (von Gastautorin Marisa Glücki)

Wie sich die toten Tiere aus dem Naturhistorischen Museum zusammen mit den Leckereien vom Jumi zu einem ekstatischen Vergnügen formieren, verrät dir unsere Gastautorin Marisa.

Schon lange stand der Termin „Mit Jumi durch die Gänge“ in meinem Kalender. Am letzten Sonntag war es dann endlich so weit. Nach einer kurzen Information zum Ablauf des Abends schlenderten wir mit einem Glas Wein durch die Gänge des naturhistorischen Museums. Nachts im Museum herrscht eine ganz andere Stimmung als am Tag. Der Elefant, das Walskelett und die Giraffe wirken irgendwie grösser, die Bären furchteinflössender und die vielen Eulen und Kauze geheimnisvoller.

Mit Jumi durch die Gänge Mit Jumi durch die Gänge

Nachdem wir die Gänge auf eigene Faust erkundet hatten, ging es weiter mit einer zwanzigminütigen Führung durch die Katakomben des naturhistorischen Museums. Dr. Charles Huber, Kurator des Museums, erklärte uns, was seine Arbeit alles beinhaltet und zeigte, dass es auch heute noch möglich ist neue Tierarten in der Schweiz zu entdecken. Damit keine Schädlinge die 4 Millionen gelagerten Tiere zerstören, wird der Raum konstant auf 14 Grad gekühlt. Es empfiehlt sich also, einen Schal mit zu nehmen, da die Jacke vorher abgegeben wird.

Etwas unterkühlt, jedoch gespannt und hungrig ging es dann weiter Richtung „Speisesaal“. Beim Platz aussuchen erhaschte ich schon einen ersten Blick auf das riesige Buffet, welches das Jumi Team vorbereitet hatte. Die 50 Personen nahmen an zwei langen Tischen zwischen den toten Tieren Platz. Der Tisch war schlicht aber schön gedeckt. Zum Trinken gab es Rot-, Weisswein und Wasser. Und nach der Bekanntmachung mit den Tischnachbarn wurde dann auch schon das Buffet eröffnet.

Jetzt stellst du dir sicher ein Buffet mit langen Warteschlange und überhäuften Tellern vor. Nein, die Mischung aus warmer, kalter, leichter und traditioneller Küche war sehr gepflegt. Ausserdem wurden alle Gänge mit lokalen Produkten und zum Teil direkt am Buffet zubereitet. Und es war für jeden Geschmack etwas dabei. Gemüse-Suppe mit Siedfleisch, Surchabis-Fondue mit blauen Kartoffeln, diverse Fleischsorten, Fenchelsalat mit Orangen und Haselnüssen, Zungen-Salat und natürlich eine grosse Auswahl der Jumi-Käsesorten. Zudem wurde einem auch noch erklärt, von wo das Fleisch vom Tartar stammt oder wie lange der Käse in der Höhle reifte.

Mit Jumi durch die Gänge Mit Jumi durch die Gänge

Zum Dessert wurden eingelegte Zwetschgen, Meringue mit Rahm, gebrannte Creme, Brownies und Kaffee-Lutz serviert. Also standen auch hier traditionelle Köstlichkeiten im Mittelpunkt.

Es war ein wunderschöner Abend, in einer aussergewöhnlichen Atmosphäre, mit unglaublich feinem Essen. Das Gute ist, dass es noch ein paar weitere Sonntags-Termine gibt  (1.2., 1.3., 12.4., 3.5). Vorverkauf (CHF 130 pro Person) ist im Naturhistorischen Museum oder am Jumi Marktstand am Berner Märit.

 

Marisa9 Jahre war sie ein „Meitschi vom Wyssebüehl“. Nun lebt sie etwas ländlicher, aber immer noch in der Nähe von Bern. Wenn Marisa Glücki nicht gerade als ABACUS Beraterin unterwegs ist, verbringt sie viel Zeit damit, Choreographien für ihre Tanzgruppe einzustudieren. Sie liebt es, in Brockis und auf Brocante-Märkten nach alten, schönen Dingen Ausschau zu halten. Am Wochenende geniesst sie ein gemütliches Nachtessen mit Freunden in einem der unzähligen Restaurants von Bern.

 

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