Kleine Tasse, grosse Wirkung

Me Luna, Lady Cup, Lunette & Co.: Eine gelungene Alternative zu Binden und Tampons? Bärner Meitschi Ramona berichtet im heutigen Blogpost über ihre Erfahrungen mit einer Menstruationstasse.

In den Sommermonaten ärgerte ich mich bislang immer speziell über die Monatsblutung. Starke Bauchschmerzen, schlechte Laune und obendrauf noch einen OB-Bändel, der bei jeder Gelegenheit aus der Bikinihose kriecht? So stellt sich definitiv kein Meitschi den Sommer vor! Immer öfters informierte ich mich deshalb über Alternativen und bin schlussendlich mit der Me Luna Menstruationstasse fündig geworden.

Was ist ein Menstruationsbecher?

Bei der sogenannten Menstruationstasse (auch Glöckchen, Mondtasse oder Menstruationsbecher genannt) handelt es sich um ein wiederverwendbares Damenhygieneprodukt. Der Behälter, aus medizinischem Silikon, wird in die Scheide eingeführt und fängt dort die Mensflüssigkeit geruchlos auf. Das Blut wird also nicht – wie bei Binden und Tampons – aufgesogen, sondern gesammelt. Den Silikonbecher gibt es in verschiedenen Ausführungen, Grössen und Farben. Du liest dir deinen passenden Cup anhand verschiedener Kriterien (Körperbau, Alter, Fitness, Stärke der Blutung) aus.

Top:

  • Die Me Luna ist für Frauen mit jeder Menstruationsstärke geeignet.
  • Die Menstruationstasse kannst du 8 bis 12 Stunden tragen. Es genügt also, die Tasse 2 bis 4 Mal pro Tag zu leeren.
  • Die Me Luna kann ungefähr 5-10 Jahre verwendet werden. Du produzierst wesentlich weniger Abfall, als mit herkömmlichen Damenhygieneprodukten.
  • Mit nur CHF 33.80 pro Me Luna sparst du einen Haufen Geld.
  • Das medizinische Silikon enthält kein Latex. Als Allergikerin hast du also no problemo.
  • Deine Scheidenschleimhaut trocknet nicht aus. Das erspart dir beim Einführen Schmerzen und ist für deinen Körper erst noch viel gesünder.
  • Die Me Luna ist komplett geruchlos.

Flop:

  • Bis du die richtige Tasse gefunden hast, musst du eventuell mehrere Tassen ausprobieren. Das erfordert Geduld.
  • Das Einführen in die Scheide benötigt Übung. Du findest aber in jeder Verpackung eine hilfreiche und detaillierte Anleitung.
  • Das Entleeren der Tasse ohne direkten Zugang zu einem Lavabo ist sehr (!) gewöhnungsbedürftig. Entweder trägst du immer eine Flasche Wasser bei dir, urinierst über deine Me Luna, um diese zu desinfizieren oder führst sie nach dem Entleeren gleich wieder ein. Die Vorstellung ist definitiv eklig. Du gewöhnst dich aber daran. Versprochen 😉 .
  • Vor und nach der Menstruation muss die Me Luna gereinigt werden. Dafür badest du sie 1-2 Minuten in kochendem Wasser.
  • Hast du Probleme Blut zu sehen, oder damit, dir in die Vagina zu greifen, ist die Menstruationstasse nicht optimal für dich.

Mein persönliches Fazit:

Es dauerte seine Zeit, bis ich die passende Tasse gefunden habe (da verstreicht ja auch immer ein Monat dazwischen 😉 ). Anfangs ärgerte ich mich über die undichte Tasse und liess mich dann durch Me Luna beraten. Schnell haben wir festgestellt, dass mir eine andere Grösse und ein anderer Weichheitsgrad viel besser sitzen würde.

Endlich habe ich meine Me Luna gefunden und bin richtig happy damit. Ich produziere weniger Müll, gebe deutlich weniger Geld für Hygieneprodukte wie Binden und Tampons aus und fühle mich erst noch viel wohler während der Mens. Ausserdem habe ich festgestellt, dass sich meine Monatsblutung genau um einen Tag verkürzt hat, seit ich den Menstruationsbecher verwende. Dies ist in keinster Weise bewiesen, habe es aber an mir festgestellt. Ich denke, dass es damit zu tun haben könnte, dass meine Scheidenschleimhaut während der Monatsblutung weniger ausgetrocknet ist. Anyway.

Fakt ist, dass ich die Me Luna jeder Frau empfehlen kann, die genug gwundrig und geduldig ist, sich auf etwas Neues, Ungewohntes einzulassen 😀 . Es lohnt sich!

Fotos: Anja Zurbrügg Photography

Online-Shop MeLuna Menstruationstassen
www.meluna.ch

Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit Me Luna entstanden. Du kannst dir aber sicher sein, dass auch solche Beiträge unsere ehrliche Meinung beinhalten.

2 Comments

  • Cornelius, Anita
    30. Juni 2018 20:01

    Tausend Dank für diesen motivierenden Beitrag – ich musste 48 Jahre werden (nach 34 Jahren Tampons), um mir einen Lady Cup anzuschaffe, ihn auszuprobieren und sofort nie wieder hergeben zu wollen, bzw. zu bereuen, dass ich dies nicht schon viel viel früher in meinem Leben als menstruierende Frau getan habe – und ja, auch in meinem Alter war das Einführen anfangs noch gewöhnungsbedürftig und braucht sicherlich immer wieder Geduld und Fingerspitzengefühl, auch das Entfernen, wenn dann der Cup Sog mal so richtig satt sitzt – aber die Tatsache, dass die Schleimhäute nicht austrocknen, es total geruchsfrei ist und viel länger angenehm getragen werden kann, überwiegt bei mir das ganz klare CREDO – give it a go, wenn es nicht gleich funktioniert, probier weiter, es lohnt sich.

    • Ramona
      4. Juli 2018 11:52

      Liebe Anita
      Vielen lieben Dank für deinen interessanten Kommentar.
      Es freut mich sehr zu lesen, dass du ganz gleicher Meinung bist wie ich. Menstruationstasse for the win ;-).
      Herzliche Grüsse, Ramona

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