Kochbuch-Tipp: Restenlos glücklich

Du weisst nicht, was du mit den Resten vom gestrigen Znacht machen sollst? Dann nimm das Kochbuch „Restenlos glücklich“ mit gluschtigen Rezepten und interessantem Hintergrundwissen zu Food Waste zur Hand und schwing den Kochlöffel. Bärner Meitschi Claudia hat zwei alltagstaugliche Menüs gekocht und ist begeistert!

Wir kaufen mengenweise Lebensmittel ein, oft viel mehr als wir konsumieren. Auch ich muss mich immer wieder an der Nase nehmen und versuche die Resten vom letzten Znacht, bestmöglich zu verwerten – dabei fehlt mir aber manchmal einfach die passende Idee.

„Jahr für Jahr verschwenden wir Schweizer rund ein Drittel unserer Lebensmittel. Dabei entstehen 300kg Food Waste“

Erschreckend finde ich zusätzlich, dass pro Person jährlich Lebensmittel im Wert von etwas 500.- im Abfall landen. Zeit also, Essensreste sinnvoll und vor allem auf leckere Art und Weise zu verarbeiten und verspeisen. Der Anti-Food-Waste-Koch Mirko Burri hat für das Buch „Restenlos glücklich“ 40 Restenrezepte kreiert. Über das Restaurant Mein Küchenchef haben wir bereits berichtet, dort verhindert er beispielsweise 200g Food Waste pro Gericht.

Frühlings-Pfanne oder Spinat-Toast Popeye?

Die einfachen Rezepte und schönen Bilder tragen durchaus dazu bei, sich auf das Zubereiten und Verspeisen der Resten-Mahlzeit zu freuen. Ich habe mich für die Frühlings-Pfanne und Spinat-Toast-Popeye (ich will ja stark werden ;-)..) entschieden: Beide Rezepte sind unkompliziert, schmecken lecker und gehören ab jetzt zu unserem Food-Repertoire dazu. Auf alle weiteren Rezepte freue ich mich schon!

Restenlos glücklich

Hast du bei Teigwaren auch immer Mühe die richtige Portionsgrösse zu wählen? Im Buch findest du nebst vielen weiteren Tipps und Infos diese Antwort: Als Beilage 70 Gramm und als Hauptspeise 100-150 Gramm (das letztere für grosse Esser).

Restenlos glücklich

Du fragst dich was du aus Toast- oder anderen Brotresten nebst dem Toast Popeye machen kannst? Rustikale Brotstangen natürlich! Food Waste Verhinderer machen nämlich aus Brotresten knusprige Stangen. Und was ich im Buch zum Thema Brot auch noch gelernt habe und für unsere Brunch-Fans spannend ist: Für den Brunch braucht es pro Person 100-150 Gramm Brot oder Zopf.

Eine wirklich interessantes Kochbuch

Das Buch beinhaltet nicht nur super Rezepte (Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts), sondern auch Porträts von Menschen, die ihre Konzepte gegen Food Waste umsetzten. Mit dabei zum Beispiel unsere Freunde der Äss-Bar. So kannst du das Buch auch mal aus dem Regal nehmen, ohne gleichzeitig die Kochtöpfe aus der Schublade zu holen.

Hilfreich im Buch finde ich auch die kleinen Ratschläge gegen Food Waste von Landrauen und OGG-Mitgliedern. Die haben mich gleich an die guten Kochtipps von Mama erinnert. So zum Beispiel diesen – für mich als Back-Fan:

„Konfitüre, die niemand mehr essen mag, für einen Cake verwenden. Den angegebenen Zucker im Cakerezept mit der doppelten Menge Konfitüre ersetzen“

Das Buch wurde übrigens von der OGG Bern (Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft) herausgegeben, die konkrete, nachhaltige und gesellschaftlich relevante Lösungen für Mensch und Umwelt entwickelt.

Hast du Lust auf die kulinarische Entdeckungsreise? Das Buch macht Spass und vielleicht magst du ja sogar Freunde zu einem im Buch beschriebenen „Misfits-Znacht“ einladen. So kannst du beweisen, dass schräge Rüebli und krumme Spargeln ebenso auf den Teller passen.

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