Meitschi us Bärn: Jaël

Sängerin Jaël verrät uns, wo sie heute wohnt und wo sie wohnen würde, wenn es Bern nicht gäbe. Ausserdem lernen wir von ihr, was der „Bernese Lifestyle“ genau ist und was „pfusen“ heisst.

Schon im letzten Sommer war Sängerin Jaël zu Gast auf dem Bärner Meitschi Blog. Damals ging es im Blogpost um ihr erstes Soloalbum „Shuffle The Cards“. Heute verrät die Ex-Frontfrau von Lunik alles über ihre Beziehung zu Bern. Denn Jaël ist Bernerin durch und durch: Aufgewachsen im Gäbelbach im B Block, wohnt sie heute nach mehreren Jahren im Mattenhofquartier im schönen Kirchenfeld.

Unseren Dialekt liebt Jaël – es sei ein sehr schöner Dialekt, nein sie korrigiert: Eigentlich der Schönste! Warm, rund und lieb sei er. Gefragt nach einem Wort, das sie auf Berndeutsch besonders mag, nennt Jaël „pfusä“. Dabei hat sie auch einen Insider mit einer deutschen Freundin, die sie jeweils fragt, „wie sie denn gepfust“ hätte und sie fragt sich denn auch gleich, ob die „Pfusibacken“ bei Kindern auch von „pfusä“ stammen.

Jael mag den „Bernese Lifestyle“, den sie als unkompliziert, gelassen, familiär und gemütlich beschreibt. Nicht zu verwechseln sei er aber mit Verschlafenheit, dann das ist Bern in Jaëls Augen überhaupt nicht. Im Gegenteil, gerade im kreativen und gastronomischen Bereich findet sie Bern gerade sehr innovativ. Immer wieder betont Jaël, dass sie Bern an gewisse skandinavische Orte erinnert. Ganz anders als die Großstädte dieser Welt, deren Crazyness sie zwar auch mag, wovon sie sich in Bern aber immer wieder erholen kann. Bern bietet Jaël denn auch ein zu Hause. Sie mag dabei das Ruhige, Grüne sowie die Nähe zur Natur aber auch den Vorteil, trotzdem schnell in der Innenstadt zu sein. Als Typ hat Jaël eher Mühe mit dem Loslassen, deshalb vermisst sie nach wie vor das Fariboles und geniesst die Aare so, deren Fliessen eigentlich alles vergänglich macht.

Gefragt, wie denn ein typisches Bärner Meitschi so drauf sei, sagt Jaël, dass wir halt schon einen eigenen „Gring“ hätten. Sie meint damit, dass die Meitschi in Bern ihr eigenes Ding durchziehen und sich nicht von jedem Trend oder Hype ablenken lassen. Und: Klamottenmässig sei sie in Bern nie underdressed. Wir sind nicht ganz sicher, nehmen das aber mal als Kompliment auf ;-).

Gegen Heimweh hat Jaël ein Rezept: Sie kommt einfach immer wieder zurück. Gerade weil die Sängerin beruflich so viel unterwegs ist, ist ihr Bern als „Daheim und Ladestation“ wichtig. Wenn nicht in Bern, dann würde sie – trotz pulsierender Grossstadt – wohl in London wohnen, wo sie schon mal ein knappes Jahr ansässig war und auch ihr Soloalbum entstanden ist.

Gefragt nach ihrem Bern To Do 2016 nennt Jaël die bekannten Bern-Highlights Museumsnacht, Gurtenfestival, Buskers und shnit Kurzfilmfestival. Ausserdem müsse sie mal wieder den Bärner Meitschi Blog konsultieren, um zu sehen was so läuft – was wir natürlich sehr begrüssen! Den Hausberg wird Jaël bereits vor dem Gurtenfestival wieder erklimmen: Am Samstag, 19. März gastiert sie nämlich im UPtown.

Fotos: Anja Zurbrügg

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