Fondue-Spass im Iglu auf der Engstligenalp

Noch bis Anfang April 2020 steht auf der Engstligenalp, oberhalb von Adelboden, das grösste Fondue-Iglu Europas. Dick in Decken eingepackt und von Schnee und Eis umgeben im Käse zu rühren, ist ein einmaliges Erlebnis. Und: Das perfekte Last-Minute-Weihnachtsgeschenk.

Es ist ein stürmischer Samstagnachmittag Mitte Dezember. Im Skidress sowie mit Handschuhen und Stirnband bewaffnet steigen wir in den RegioExpress Lötschberger Richtung Frutigen und verlassen die graue Nebelsuppe von Bern. Unser Ziel: die Hochebene Engstligenalp oberhalb von Adelboden. Genauer: das Fondue-Iglu, das heute Premiere feiert.

Riesen-Iglu mit Skulpturen

Nach einer rund 40-Minütigen Busfahrt ab Frutigen erreichen wir die Talstation der Luftseilbahn, die uns zur Engstligenalp bringt (mehr zur Anreise erfährst du weiter unten). Es ist immer noch ziemlich windig, aber wir haben Glück, der Betrieb wurde nicht eingestellt. Mittlerweile ist es kurz vor 17 Uhr und es beginnt langsam einzudunkeln, als wir im Schneegestöber den kurzen Weg von der Bergstation bis zum Iglu zurücklegen. Spätestens jetzt sind wir froh um unser gutes Schuhwerk und die Thermounterwäsche.

Als wir das Schneegebilde durch eine Holztüre betreten, bin ich völlig baff: Das Iglu ist riesig! Viel grösser, als ich es mir vorgestellt hatte. Und es besteht aus verschiedenen Höhlen, die durch Gänge miteinander verbunden sind. In jeder Grotte stehen 6 bis 12 Tische und in die Schneewände wurden kunstvolle Bilder geschnitzt. Total finden bis zu 200 Personen im Iglu Platz.

5 Tonnen Käse werden während der Saison von insgesamt 20’000 Besucherinnen und Besuchern verdrückt.

Käse aus der Region

An Eisskulpturen vorbei gelangen wir in unser Fondue-Iglu, setzen uns an den 6er-Tisch und wickeln uns in die bereitliegenden Wolldecken. Richtig gemütlich ist’s hier. Und erstaunlich ruhig. Der Schnee scheint sämtliche Geräusche zu schlucken. Ausserdem ist es dank der Felle auf den Bänken weniger kalt als angenommen. Nur an den Zehenspitzen friere ich etwas. Schliesslich ist es im Iglu nur zwischen -3 und +3 Grad „warm“.

Wir bestellen Früchtetee in einer Thermoskanne und Bier. Wenig später wird das Caquelon serviert. Im Fondue-Iglu setzt man auf Einfachheit und Qualität: Es gibt leckeres Brot und eine Sorte Fondue mit einer Käsemischung des Adelbodner Käsers Manfred Schmid. Wir finden: Sehr fein, cremig und nicht zu schwer. Gegen einen Aufpreis kann man zusätzlich Gschwellti, Anti-Pasti, ein Fleisch-Plättli und Essig-Gemüse bestellen. Zum Verfeinern stehen getrocknete Kräuter, Paprika und Pfeffer bereit.

Da ein Caquelon für uns 6 etwas knapp war, bestellen wir Nachschub und erhalten ohne Aufpreis mehr Käse und Brot. Hungrig verlässt also niemand das Fondue-Iglu. Da macht es auch nicht’s dass weder Vorspeise noch Dessert im Preis inbegriffen sind. Beides bekommst du auf Wunsch jedoch.

Verlängerung im Schlaf-Iglu

Wer nach dem Znacht noch nicht genug vom Winter hat, der verlängert seinen Aufenthalt auf der Engstligenalp und bucht eine Übernachtung im Schlaf-Iglu. Schlafen tut man zwar auf einem Bett aus Schnee, frieren sollte man dank eines extra warmen Schlafsacks und einer Bettflasche trotzdem nicht.

Ich persönlich war nach zwei Stunden im Fondue-Iglu jedoch froh, wieder in den geheizten Bus und Zug zu steigen. Froh war ich auch, dass wir die frühere Schicht gebucht haben, so waren wir um kurz nach 21:30 Uhr wieder zurück in Bern. Du kannst nämlich entweder um 17.00 oder um 20.00 Uhr mit dem Fondue-Spass beginnen.

Rahmenprogramm im Schnee

Ein weiterer Vorteil, wenn du um 17.00 Uhr anfängst: Du kannst den Nachmittag für Winteraktivitäten auf der Engstligenalp nutzen. Wie wäre es zum Beispiel mit Snowtubing, einer Winterwanderung oder dem Adelbodner Winter-Cup, falls du mit einer Gruppe unterwegs bist?

Hilfreiche Tipps & Infos:

  • Website: bls.ch/fondue-iglu
  • Warme Kleider: Wir empfehlen, Skikleider, gut isolierte Schuhe, Kappe und Handschuhe anzuziehen.
  • Reservation: Das Fondue-Iglu ist beliebt und gut besucht. Eine Reservation ist daher fast immer nötig.
  • Kosten: Das Fondue kostet pro Person 39 Franken, mit der Luftseilbahnfahrt ist es total 58.-
  • An- und Rückreise: Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hat bei uns bestens funktioniert. Mit dem RegioExpress Lötschberger von Bern direkt nach Frutigen, dann das Postauto bis „Adelboden, Oey“ und von dort mit dem Bus bis zur Talstation „Adelboden, Unter dem Birg“. Alles in allem musst du ab Bern mit etwa 2 Stunden Fahrtzeit rechnen. Ergänzend zu den regulären Kursbusen verkehrt der Iglu-Bus. Detailinformationen unter bls.ch/fondue-iglu.
  • Gutschein: Du bist noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk? Wieso nicht ein tolles Käse-Erlebnis verschenken? Gutscheine fürs Fondue-Iglu findest du hier: Gutscheine
  • Öffnungszeiten Fondue-Iglu: 
    13. Dezember 2019 bis 5. April 2020
    Mittwoch bis Samstag von 12.00 bis 22.00 Uhr (Fondue ab 17.00 oder 20.00 Uhr)
    Sonntag von 12.00 bis 19.00 Uhr (Fondue ab 17.00 Uhr)

Fazit

Unser Ausflug auf die Engstligenalp war ein tolles Erlebnis, das ich allen empfehle, die Schnee, guten Käse und ein gemütliches Zusammensein mit Freunden mögen. Da die Anreise eher lange dauert, empfehlen wir, das Fondue-Znacht mit einer Aktivität im Schnee zu verbinden und so das Optimum aus dem Tag in den Bergen herauszuholen.

 

Fotos: Anja Zurbrügg

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der BLS entstanden. Du kannst dich aber sicher sein, dass er wie immer unsere ehrliche Meinung enthält.

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