Anatolisches Frühstück in einmaliger Atmosphäre

Brunchen in einem Kiosk? Das ist in der Lorraine nichts Ungewöhnliches. Bärner Meischti Pascale hat den Geheimtipp getestet und verrät dir, wie Marion und Emrah ihre Gäste mit den täglich hausgemachten anatolischen Spezialitäten verzaubern und einen Hauch Türkei ins Quartier bringen. 

Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit fahre ich mit dem Fahrrad am Falafingo-Kiosk vorbei. Am liebsten möchte ich jeweils dort anhalten und bei einem Frühstück der Lorraine beim Erwachen zusehen. Der liebevoll eingerichtete Kiosk hat es mir angetan! Deshalb war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis ich den Brunch von Marion und Emrah ausprobierte.

Einmal quer durchs anatolische Frühstück

An einem Samstagvormittag im September ist es endlich so weit. Die beiden Inhaber vom Falafingo empfangen uns sehr herzlich in ihrem kleinen Reich. Während wir draussen an einem Tischchen Platz nehmen und das Treiben der Lorraine beobachten, servieren sie uns bereits den ersten Çay-Tee.

Auf Empfehlung von Marion lassen wir uns vom frisch zubereiteten Frühstück überraschen und wählen lediglich zwischen der Vegi- oder Fleischoption aus. Als die beiden Gastgeber mit all den Platten, ornamentalen Schüsselchen und Pfannen vor uns stehen, sind wir überwältigt – so viele Köstlichkeiten hätten wir nie erwartet.

Als Gebäck-Liebhaberin läuft mir bereits beim Anblick des Tellers voller Börek, Simit (Sesamkringel) und Açma (einem anatolischen Hefegebäck) das Wasser im Munde zusammen. Weiter werden eine Pfanne mit Sucuk-Ei (einer Eierspeise), ein Früchteteller und eine Platte mit assortierten Tomaten, Gurken und Oliven aufgetischt. Dazu servieren sie einen Teller mit Lachs und kleine Schüsselchen mit verschiedenem anatolischem Käse. Zudem erhalten wir drei leckere Konfitüren. Hier sind wir insbesondere von der Konfitüre aus gewonnenem Pinienharz angetan, die ein besonderes und völlig neues Geschmackserlebnis bietet.

Weiter weckt das Stück Bienenwabe mit Kaymak unsere Aufmerksamkeit. Kaymak ist ein Mascarpone ähnliches Milchprodukt, das mit dem Honig verrührt wird. Das musst du unbedingt probieren!

Wir sind beeindruckt, was die beiden in einer solch kleinen Küche alles zaubern können!

Mit viel Herzblut und Herzlichkeit

Wir lassen uns alle Speisen und deren Hintergründe erklären und geniessen die Spezialitäten in vollen Zügen. Dabei schenken die beiden Falafingo-Gründer uns immer wieder Çay-Tee nach, fragen nach unserem Wohlbefinden und bedienen aufgestellt alle weiteren Gäste.

Seit April 2018 führen Marion und Emrah täglich das Falafingo mit viel Herzblut und Herzlichkeit. Sie bieten nicht nur täglich dieses wunderbare Frühstück an, sondern auch diverse andere anatolische Menüs und Spezialitäten. Und wie es sich für einen richtigen Kiosk gehört, verkaufen sie auch Zeitschriften, Tabak und Süssigkeiten.

Neben dem Çay-Tee à discrétion darf natürlich der typische türkische Kaffee nicht fehlen. Beim Servieren erzählt uns Emrah Geschichten aus der Türkei und erklärt uns, welche Bräuche es rund um das Kaffeesatz Lesen gibt. Diese verrate ich hier natürlich nicht, denn Emrah wird dir diese sicherlich liebend gerne selbst erzählen.

Fazit

Die Köstlichkeiten zum unschlagbaren Preis von 25.- Schweizer Franken (exkl. Kaffee) sowie die Herzlichkeit der beiden haben mich überzeugt. Es lohnt sich, manchmal auf die klassische Züpfe zu verzichten und dafür die zahlreichen Leckereien im Falafingo zu geniessen!

Ich esse bestimmt wieder im Falafingo-Kiosk, sei es am Wochenende, vor oder nach der Arbeit.


Kiosk Falafingo
Quartiergasse 31
3013 Bern

078 609 31 07
falafingo@gmail.com

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