Wellnesswoche mit Biotta-Säften?

Sich mehrere Tage ausschliesslich von Saft und Getränken ernähren? Die Schweizer Ur-Bio-Marke Biotta verkauft dieses Konzept mit ihren Saftwochen seit über 20 Jahren. Bärner Meitschi Jessica erzählt, wie gut sie sich während und nach der Kur gefühlt hat.

Ich bin ja kein Fan von irgendwelchen Diäten oder Mahlzeitersätzen. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass ausgewogene Mahlzeiten in Kombination mit dem Genuss von Alkohol, Süsswaren und anderen Köstlichkeiten im Mass durchaus zu einer gesunden Diät gehören. Die Biotta Wellnesswoche hat jedoch gemäss ihrer Webseite ein anderes Ziel als Diätkuren:

„Mit Hilfe von elf naturbelassenen Frucht- und Gemüsesäften soll der Körper entlastet werden und man selbst neue Leichtigkeit erfahren. Es geht nicht um rigorosen Nahrungsentzug, sondern um vorrübergehenden Verzicht, weg von hektischem, ungesundem Essen.“

Nach drei Wochen Reisen in Kolumbien – und nach meinem Geschmack zu viel frittierten Esswaren – entlaste ich meinen Körper nur allzu gerne etwas.

Das ist drin:

  • 11 direkt gepresste, naturbelassene Bio-Säfte: mit Gemüsen und Früchten (einige enthalten Molke)
  • 1 Packung Bio-Leinsamen
  • 1 Packung Bio-Kräutertee (Mischung aus acht Bio-Kräutern)
  • 1 Anleitung inklusive Wochenplan und Tipps & Tricks

 

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So läuft’s

Der Tag während der Biotta-Kur startet jeweils mit einem lauwarmen Glas Wasser und zwei gestrichenen Löffeln Leinsamen. Zugegeben, Wellness ist für mich auch was anderes. Aber da geht’s wohl eher ums Körpergefühl als um die Zutaten. Etwas mehr Geschmackserlebnis folgt mit 100ml Pflaumen-Saft, der sehr intensiv und süsslich schmeckt. Diese Morgenroutine dient eigentlich nur einem Ziel: Die Verdauung anzukurbeln, damit der Darm möglichst schnell entleert wird. Schliesslich wird die Kur als Entschlackungskur verkauft, um die Verdauung von fester Nahrung zu entlasten. Die Broschüre verspricht allerdings, dass man auch während der Wellnesswoche „voll leistungsfähig“ bleibt.

Mittags folgt dann 100ml Gemüsesaft und abends 200ml Tomaten- oder Gemüsesaft, der entweder kalt oder als Suppe warm zu sich genommen werden kann. Diese „Mahlzeiten“ werden mit einer zusätzlichen Flasche Saft, die man im Laufe des Tages trinken kann, sowie 2 Liter Tee oder Wasser ergänzt.

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Essgewohnheit durchbrechen

Das Ziel klingt gut, die Durchführung anhand der zugesandten Säfte einfach. Naja. Schwierig wird’s aber dann wenn man die eigenen Essgewohnheiten durchbrechen will. Plötzlich wird klar, dass einen Kafi trinken, Abendessen gehen oder ein Feierabendbier geniessen in sozialen Kontexten automatisch wegfallen. So kann es herausfordernd sein, anstelle einer Pizza zu teilen oder einem Bierchen zu trinken, an seinem eigens mitgebrachten Karotten-Rüebli-Saft zu nippen. Oder sich nach einer anstrengenden Arbeitsphase anstatt des obligaten Kafis, einen Tee zu machen. Zudem strukturieren  Mahlzeiten den Alltag. So braucht es mehr Überwindung, sich mit einem Glas Saft wirklich zu setzen und gleich viel Zeit zu investieren, wie wenn man eine Mahlzeit geniesst.

Die Saftkur inklusive Aufbautage eine ganze Woche durchzustehen, ist mir nicht gänzlich gelungen. Ich habe mich fünf Tage auf die Biotta Wellnesswoche eingestellt und abgesehen von zwei Kafis, einem Süssgetränk und einer handvoll Salzbretzeli zur Tomatensuppe an die Vorgaben gehalten. Natürlich habe ich mich schlecht gefühlt, als ich meine Kur dadurch gebrochen hatte. Schliesslich war es schwer genug bei Sitzungen, in der Mittagspause und beim Abendessen den Freunden zuzuschauen und währenddessen langsam an 100ml Saft zu zehren.

Füusch di liechter? Hesch abgno?

Wer sich mit der Biotta Wellnesswoche die schlanke Figur nach der Diät erträumt, der wird hiermit nicht fündig werden. Die Säfte sind allesamt reichhaltig und nahrhaft. Der grosse nachhaltige Gewichtsverlust wird daher auch nach der Wellnesswoche nicht Realität. Für mich persönlich war die Woche mit Selbstdisziplin, gewissen Konzentrationsschwierigkeiten, unterschwelligen Kopfschmerzen und einer neu entdeckten Liebe für Tomatensuppe verbunden. Ich konnte zwar meinen gewöhnlichen Tätigkeiten nachgehen, so auch mein Fussball-Training weiterführen, die volle Leistungsfähigkeit, die die Broschüre versprach, wurde allerdings etwas eingeschränkt.

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Eine Woche lang nur von Saft und Luft leben, ist also durchaus möglich. Dabei seinem gewohnten Alltag nachgehen, hat aber gewisse Einschränkungen zur Folge. Nach der Biotta Wellnesswoche habe ich mich nicht geschwächt gefühlt. Ich habe mich aber auch nicht gefühlt als würde ich auf einer Wolke gehen. Ich fühlte mich während der Saftkurwoche manchmal etwas müder und körperlich weniger belastbar, aber in anderen Momenten wiederum vitaler und leichtfüssiger, als ich es mir sonst aufgrund meiner üblichen Essgewohnheiten gewohnt bin. Und nicht zuletzt war ich schon beeindruckt, was der Körper wirklich braucht und was nicht.

Hier ist die Wellnesswoche erhältlich

Die Wellnesswoche gibts in Bern so ziemlich in jeder Apotheke und Drogerie, hier eine Auwahl:

Innenstadt:

Quartierläden

Die Wellnesswoche wurde Bärner Meitschi Jessica kosten- und bedingungslos durch Biotta offeriert. Du kannst dir aber sicher sein, dass auch solche Beiträge unsere ehrliche Meinung beinhalten.

Fotos: Steve Nhan Duc (Photoproll)

2 Comments

  • Natalie
    6. September 2016 11:15

    Wow, danke! Ich werde mich auch mal an die Biotta Woche wagen!

  • 11. Dezember 2018 03:39

    Klasse Seite. Vielen Dank.

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