Bewegung in und nach der Schwangerschaft

Sportliche Betätigung war und ist mir als Ausgleich immer sehr wichtig. Auch in und nach der Schwangerschaft wollte ich mich bewegen, jedoch etwas anders als sonst. Schwangerschaftsyoga und Rückbildungskurs haben mir dabei geholfen.

Bevor ich mit meinem kleinen Bärner Meitschi schwanger war, versuchte ich jede Woche folgendes Sportpensum zu schaffen: Zwei Mal ging ich joggen, zwei Mal absolvierte ich ein Krafttraining, meistens in Form von Bodypump. Das war mir wichtig als Ausgleich neben dem stressigen Job und gab mir zugleich Ruhe und Kraft. Zu Beginn meiner Schwangerschaft und dann noch relativ lange war mir ja leider extrem schlecht. Aus diesem Grund musste ich schweren Herzens die gewohnten Sporteinheiten reduzieren beziehungsweise habe in dieser Zeit eigentlich komplett aufgehört. Als es mir dann im Frühling und nach Schwangerschaftswoche 16 wieder besser ging, fand ich Joggen mit dem – damals noch kleinen Bäuchlein – aber schon unangenehm. Und für andere Ausdauersportarten konnte ich mich beim besten Willen nicht aufraffen (Ich weis, ich weiss: Schwimmen wäre ja soooooo gesund :-)). Aus diesem Grund wechselte ich mein wöchentliches Sportprogramm auf eine Kombination von Bodypump und Schwangerschaftsyoga. Kraft trainiert habe ich eigentlich relativ lange bis Anfang des siebten Monats. Dann wurde mir der mittlerweile gewachsene Bauch zu einem zu grossen Hindernis. Zum Glück gab es da aber noch die Yogastunde, welche ich bis zwei Wochen vor der Geburt besucht habe.

Das passende Schwangerschaftsyoga habe ich bei inside-outside Yoga, Pilates & more gefunden. Gefallen hat mir die Location, die mitten in der Stadt an der Waaghausgasse 3 bzw. direkt am Waisenhausplatz liegt. Und Claudia Schwarzbach als Instruktorin, die ein Yoga gibt, welches einen zur Ruhe kommen lässt aber trotzdem nicht so „gspürig“ ist, wie man sich halt Yoga irgendwie so vorstellt. Das wöchentliche Schwangerschaftsyoga tat mir echt gut. Es war zwar nicht wirklich anspruchsvoll. Je länger die Schwangerschaft dauerte, war es mir jedoch genug „streng“. Dies vor allem im vergangenen Sommer, der ja wahnsinnig heiss war. Es tat gut, sich noch mindestens einmal pro Woche richtig zu bewegen und zu stretchen. Mein schmerzender Rücken hat jedenfalls Woche für Woche gedankt. Was ich bei inside-outside auch super finde ist, dass man sich nicht fix für einen Kurs entscheiden muss, sondern aus dem ganzen Stundenplan auswählen kann. Man muss sich nur vorher für den Tag und die Uhrzeit Online einschreiben und gut ist. Wirklich praktisch! Ab Anfang 2016 gibt es übrigens fünf Schwangerschaftsyoga Stunden zur Auswahl.

Aufgrund meines Kaiserschnitts musste ich nach der Geburt noch relativ lange auf richtigen Sport verzichten. Umso mehr habe ich mich über den goldenen Herbst gefreut und die Möglichkeit, praktisch jeden Tag lange Spaziergänge mit dem Kinderwagen zu unternehmen. Ausserdem habe ich direkt nach dem Spitalaufenthalt mit ganz leichten Rückbildungsübungen für den Beckenboden zu Hause begonnen. Diese wurden mir aber leider relativ schnell langweilig. Umso besser, dass ich nach der ärztlichen Kontrolle und zwei Monaten mit dem Rückbildungskurs bei inside-outside beginnen konnte. Dies jeden Montagabend in einem diesmal geschlossenen Kurs um 20.15 Uhr sieben Mal am Stück, wiederum bei Instruktorin Claudia Schwarzenbach. Beim Kurs handelt es sich um eine Rückbildung mit gezielten Körperübungen aus der Pilates- und Yogapraxis, um wieder eine gesunde Spannung des Beckenbodens sowie der Bauch- und Rückenmuskulatur zu erlangen. Mit dem Kurs, der heute zu Ende geht, bin ich extrem zufrieden. Die Abfolge der Lektionen ist aufbauend aufeinander und forderte mich deshalb jedes Mal ein bisschen mehr. Ausserdem war der Kurs sehr abwechslungsreich gestaltet und keine Lektion langweilig.

Soweit so gut! Natürlich freue ich mich trotzdem auf mein „normales“ Sportprogramm. Es wird aber hart werden wieder einzusteigen. Ob ich noch Joggen kann frage ich mich bisweilen. Und der Muskelkater, der mich nach der ersten Bodypump Lektion im Bernaqua letzten Freitag heimgesucht hat, war schon schlimm. Drückt ihr mir die Daumen?

inside outside

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6 Comments

  • 21. Dezember 2015 10:58

    Daumen drücken? Na, so einfach mach ich es mir nicht. 🙂 Freu mich auf gemeinsame Bodypump-Besuche und Joggingründeli.

  • Jasmin
    27. Dezember 2015 11:50

    Merci für den Beitrag! Übrigens bietet inside-outside auch tolle Yoga und Pilateskurse an. Auch Flying Yoga?

  • 15. Februar 2016 18:51

    Toll wie Du das machst. Ich habe mich nach der Geburt meines Kleinen etwas gehen lassen. Irgendwann habe ich mich selbst sogar ein wenig geschämt. Da der Kleine mittlerweile alt genug war sind wir nach Malle. Der Papa sollte sich um seinen Sohnemann kümmern, und ich wollte mich mit Yoga Retreat wieder ein wenig in Form bringen. Ok, das hat nicht ganz geklappt, ich musste zuhause noch ein wenig nacharbeiten, für die Beziehung Papa/Sohn aber war es toll, so das wir es nächstes Jahr wiederholen werden

    • Sandra
      16. Februar 2016 12:08

      Merci! Es macht mir aber auch grossen Spass. Dann wünsche ich euch dieses Jahr wieder viel Spass in Mallorca!

  • 10. Mai 2016 12:52

    Auch ich habe Yoga während der Schwangerschaft als sehr angenehm erlebt. Es lohnt sich allemal, sportlich fit durch die Schwangerschaft zu gehen. Ich bin gespannt auf deinen „Joggingwiedereinstieg“ – viel Spass.

  • 29. August 2018 16:49

    Merci für den Beitrag und das Teilen deiner Erfahrungen. Ich werd’s bestimmt ausprobieren!

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