Genug von unserer geliebten Hauptstadt kann man eigentlich nie bekommen. Dennoch erkundigt Bärner Meitschi Ramona ab und an gerne auch mal eine andere Schweizer Stadt. Quasi einen Seitensprung über das Wochenende. Am liebsten orientiert sie sich dabei am kulinarischen Angebot einer Stadt. Was Lausanne gastronomisch und kulturell zu bieten hat, erfährst du in diesem Blogpost.

Nach einer einstündigen Fahrt erreichst du Lausanne ganz bequem mit dem Zug. In dieser Zeit geschieht aber ganz viel mehr, als nur eine gemütliche Fahrt in eine andere Stadt. Du überquerst den Röstigraben! Theoretisch mag das vielleicht merkwürdig klingen, praktisch fühlt sich das aber an wie Ferien. Denn sobald du nach Palézieux aus dem Tunnel kommst, fährst du entlang der Weinreben, hast eine atemberaubende Sicht auf den Genfersee und studierst an den ein zwei französischen Wörtern herum, die dir seit der Schulzeit noch geblieben sind (so ist es mir zumindest gegangen 😀 ). Das ist doch wie Ferien, oder?

Pancakes & Co. im Stadtteil Ouchy

Südlich des Bahnhofs befindet sich der Stadtteil Ouchy. Zu Fuss oder mit der ersten Berg-U-Bahn der Schweiz (Métro) gelangst du innert Kürze nach St. Tropez – ähm – ans Ufer des Genfersees. Die Promenade lädt zum Flanieren, Spazieren und Glacé schlecken ein. Wenn du frühmorgens anreist, dann darf ein leckerer Brunch und eine anständige Tasse Kaffee nicht fehlen. Im Restaurant The Lacustre findest du beides! Mit Blick auf den See werden dir Pancakes der Extraklasse serviert. Zudem erhältst du leckere Hummus-Toast-Kreationen und Granola. Wenn das Auge wieder einmal mehr Hunger hatte, als der Bauch, dann kommt dir die weitläufige Uferpromenade bestimmt gelegen.

Shopping in der Innenstadt

Auch in der Lausanner Innenstadt gibt es viel zu entdecken. Ich empfehle dir in bequemen Turnschuhen statt in schicken Sandalen anzureisen, denn eines musst du wissen: In Lausanne geht es entweder bergauf, oder bergab 😉 . Wenn du aber mit der Métro bis nach Riponne-Maurice Béjart fährst, dann kannst du die vielfältigen Läden der Innenstadt  ganz bequem bergabwärts abklappern.

Nebst den herkömmlichen Warenhäuser hat mir der Laden Chez Ernest am besten gefallen – dort erhältst du alles was dein Herz begehrt: Von einem leckeren Apéro und einem Zmittag to go bis zu einem Mitbringsel für deinen nächsten Besuch. Die Produkte stammen alle aus der Schweiz. Sogar der Sirup vom Berner Sirupier ist im Chez Ernest erhältlich. Die Romands wissen eben was gut ist 😉 .

Trend-Viertel „Le Flon“ & Umgebung

Habt ihr gewusst, dass in Lausanne der erste „Wolkenkratzer“ der Schweiz steht? Der Bel-Air-Turm herrscht noch heute inmitten der Innenstadt oberhalb dem Trendviertel „Le Flon“. Heute ist es ein Kaufhaus und beherbergt noch immer den Salle Métropole, Austragungsort von Veranstaltungen aller Art.

Im modernen Quartier Flon geht sowohl tagsüber, wie auch in der Nacht die Post ab. Die ehemalige Industriezone ist heute ein beliebter Treffpunkt und bekannt für seine vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Dort findest du neben Sportgeschäften, Designer-Läden, Kunstausstellungen auch einige Restaurants & Bars. Der trendige Stadtteil steht im Kontrast zur mittelalterlichen Stadt.

Auf der anderen Seite des Quartiers befindet sich der Montbenon. Dort wirst du nicht nur mit einer wunderschönen Aussicht und einem gepflegten Park überrascht, sondern kannst du auch hervorragend Dinieren. In der Brasserie de Montbenon ist der Geräuschpegel zwar etwas hoch, das köstliche Essen und das wunderschöne Interieur entschädigen das aber. Reservieren unbedingt empfohlen!

Must-sees Altstadt

  • Vergewissere dich, dass du in der Altstadt mindestens einmal die Markttreppe hoch- oder runtergestiegen bist. Starte hierfür am besten beim Rathaus, auf dem Place de la Palud. Ein wunderschöner Spaziergang der durch die Altstadt, vorbei an wunderschönen Häusern des 16. Jahrhunderts und bis hinauf zur Kathedrale führt.
  • Auf einem der Lausanner Hügeln thront die majestätische Kathedrale Notre-Dame. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Auf dem Kirchenvorplatz geniesst du eine wunderschöne Aussicht über die Dächer der Altstadt, den Genfersee, bis in den Jura. Funny Fact: Lausanne hat einen Nachtwächter, der zwischen 22.00 und 02.00 Uhr morgens im Glockenturm der Kathedrale jede volle Stunde ausruft.

Brunch du weekend: Le Pointu

Im Gault&Millau Restaurantführer ist er zurecht der Star unter den Brunchs in der Romandie. Ich hatte noch nirgends eine so unglaublich leckere Açai-Bowl wie im Restaurant Le Pointu Lausanne. Mmmmh, auch der Avocado-Toast und die Egg Benedict schmecken hervorragend. Das Restaurant befindet sich an zentraler Lage im „Flat Iron“ von Lausanne. Unbedingt reservieren, denn inzwischen ist der „Brunch du weekend“ längst kein Geheimtipp mehr.

Hôtel des Voyageurs

Übernachtet haben wir im Hôtel des Voyageurs, das ich dir wärmstens empfehlen kann. Seine Lage ist ideal, um die Stadt zu erkunden. Eine Übernachtung im Doppelzimmer kostet rund CHF 150. Das Frühstück ist inbegriffen – aufgrund des tollen Zmorge-Angebots in Lausanne habe ich jedoch darauf verzichtet.

Zum Schluss

Gönn dir (spätestens!) vor der Heimreise unbedingt einen Kaffee im Ça passe Crème. Das schmucke kleine Café, welches von zwei sympathischen Herren geführt wird, befindet sich knapp 3 Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Ein Abstecher lohnt sich!

Au revoir du wunderschönes Lausanne – wir kommen bestimmt bald wieder!

Der Aufenthalt in Lausanne wurde Bärner Meitschi Ramona kosten- und bedingungslos durch den Tourismusverband Genferseegebiet offeriert. Du kannst dir aber sicher sein, dass auch solche Beiträge unsere ehrliche Meinung beinhalten.

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