Das Einkaufserlebnis der Zukunft

Wie es dazu kam, dass ein Jugendlicher aus der Nachbarschaft letzte Woche meine Poschti-Liste abarbeitete und weshalb du ab sofort das Schleppen von Einkaufstüten anderen überlassen kannst, erfährst du in diesem Blogpost. 

Es ist kurz vor 20 Uhr. Ich sitze zu Hause auf dem Sofa mit dem Laptop auf dem Schoss. Während sich Margaret, die umtriebige Schwester von Queen Elizabeth, in der Sendung The Crown einen geheimnisvollen Fotografen anlacht, tummle ich mich auf amigos.ch, der neuen Shopping-Plattform von Migros.

Das Prinzip: Migros-Kundinnen und -Kunden kaufen füreinander ein.

Dabei gibt es Besteller und Bringer. Die Besteller wählen online auf amigos.ch die gewünschten Produkte aus. Die Bringer nehmen die Bestellung per App entgegen, kaufen in der nächsten Migros-Filiale ein und liefern die Einkäufe dem Besteller nach Hause.

Was taugt AMIGOS? Wir machen den Test

Mal ehrlich, der tägliche Einkauf ist für viele ein Pain in den Allerwertesten. Mir zumindest macht es nicht sonderlich viel Spass, mich nach der Arbeit durch Regale und herumstehende Menschen zu schlängeln und anschliessend die zu grosse Einkaufstasche in mein Velo-Chörbli zu moschten. Deshalb wurde ich hellhörig, als uns die Migros anfragte, ob wir AMIGOS testen wollen. Aber natürlich wollen wir – und zwar als Besteller.

Also sitze ich gemütlich zu Hause vor dem Laptop und scrolle durch das Sortiment auf amigos.ch. Alles ist sehr übersichtlich und intuitiv dargestellt. Ich finde eigentlich alles, was ich auch sonst in meinem Stamm-Migros jeweils kaufe. Einziger Wermutstropfen: Tiefkühlprodukte kann man bei AMIGOS nicht bestellen. Dafür klicke ich mir frische Früchte und Gemüse, Kichererbsen aus der Dose, Teigwaren, Shampoo und Abwaschmittel in den digitalen Warenkorb.

Bei rund 7’000 Produkten kann man sich über die Auswahl nicht beklagen, finde ich.

Ein bisschen wie Tinder für Einkaufsmuffel

So, jetzt kommt der spannende Teil: Als Lieferzeitpunkt wähle ich den nächsten Abend zwischen 19.00 und 21.00 Uhr aus und schicke die Bestellung ab. Ich bin gespannt, ob ein Bringer in meiner Nähe den Auftrag annimmt. It’s a Match! Schon nach keinen 30 Sekunden erhalte ich per SMS die Bestätigung: Matija wird morgen für mich einkaufen gehen.

Am nächsten Tag steht mein AMIGO pünktlich um 19.00 Uhr bei mir am Gartentörli und streckt mir zwei Einkaufstüten entgegen. Kurz vorher wurde ich per SMS informiert, dass Matija die von mir bestellten Produkte an der Migros-Kasse bezahlt hat. Bargeld muss zum Glück keines den Besitzer wechseln, denn bei der online Bestellung habe ich meine Kreditkarte hinterlegt.

Matija hat mir praktisch alles gebracht, was ich bestellt habe. Hirse und Schwarzwurzeln hätte es in der von ihm besuchten Filiale keine gehabt, sagt er entschuldigend. Macht nichts. Wenn ich selber einkaufen gegangen wäre, hätte ich die Produkte ja auch nicht gefunden.


Und was kostet der Spass?

Die Lieferung einer Papier-Tragetasche kostet CHF 7.90. Für jede weitere Tasche kommen nochmals 2 Franken dazu. Diesen Betrag bekommt der Bringer für seine Dienstleistung. Ein fairer Preis, den ich gerne bereit bin zu zahlen.

Aber bei der ersten Bestellung schenkt dir Migros ohnehin die Liefergebühren.

Mein Fazit

Ich finde AMIGOS praktisch – und sympathischer als Le Shop. Toll finde ich vor allem, dass man den Lieferzeitpunkt so flexibel auswählen kann und – sofern sich ein Bringer finden lässt – sogar am selben Tag liefern lassen kann.

Dass ich nur noch via AMIGOS einkaufen werde, glaube ich nicht. Dafür sind mir die Liefergebühren doch zu hoch und die nächste Migros zu nah. Aber gerade wenn ich grössere Mengen brauche oder keine Zeit zum Einkaufen habe, werde ich bestimmt wieder auf AMIGOS zurückgreifen.

Der vorliegende Blogpost ist in Zusammenarbeit mit Migros entstanden. Wie immer kannst du dir auch bei solchen Beiträgen sicher sein, dass es sich um unsere ehrliche Meinung handelt.

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