3BEIN: Die Lampe (von Gastautorin Isa Jungi)

Wie wär’s mit Berner Design unter dem Weihnachtsbaum? Gastautorin Isa Jungi erklärt im Gastbeitrag, warum die 3BEIN-Lampe ein besonders schönes Geschenk ist. 

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich von meinen besten Freundinnen ein verspätetes Geburtstagsgeschenk erhalten. So schnell wie es ausgepackt war, so schnell war es auch aufgebaut. Das 3BEIN. Die Lampe. Mit wenigen, richtigen Handgriffen ist das dreibeinige Teil zusammengeschraubt und erleuchtet seither meine kleine feine Stube in einem warmen, gemütlichen Licht. Das Kabel, ganz auf meine Lieblingsfarbe abgestimmt, ist grün. Es könnte auch pink, hellschwarz oder dunkelbunt sein. Nicht weil ich den Designer, Samuel Métraux, persönlich kenne und die Lampe zufälligerweise von seiner Freundin erhalten habe, nein, 3BEIN ist individuell, keine Lampe sieht aus wie die andere. Das ist erwiesenermassen so. Keiner kann das Kabel zweimal genau gleich um die drei holzigen Beine büscheln. Geht nicht. Hab’s ausprobiert. Das ist einer der Gründe, warum 3BEIN etwas ganz besonders Schönes ist. Aber es wird noch schöner. Denn die Idee, die entstand aus ganz romantischen Gedanken.

Ästhetik ohne Schnickschnack

Samuel wollte etwas bauen, etwas Ästhetisches, kein Schnickschnack, auf das Minimale reduziert. Eine Lampe, die frei steht, mit so wenig wie möglich. So nahm die Geschichte vom 3BEIN im Frühjahr 2014 ihren Lauf, als Geburtstagsgeschenk für seine Freundin.

Nur kurze Zeit später schon verkaufte der Designer sein erstes Exemplar an eine Industriedesignerin. Was für Samuel ein grosses Kompliment war, zu Recht.

Bis im Juli 2015 hatte er die erste Auflage produziert und patentiert. Er tüftelte weiter und weiter. Etwas zu designen und zu bauen, ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, so Samuel. 3BEIN setzt auf ein gut ausgebautes Netzwerk aus jungen Fachpersonen. Werbetexte schreiben die zwei Frauen von inyourface, die Grafiken machen die Jungs von opak und für’s Bewegtbild ist B-CUT zuständig. Auch bei der Herstellung der Einzelteile wird Regionalität gross geschrieben, ganze 82% der Herstellungskosten entstehen in der Schweiz.

Online – oder exklusiv im Winkel zu kaufen

Die Lampe kann online bestellt und per Post verschickt werden. Die weiteste Postreise hat ein 3BEIN bisher nach Costa Rica gemacht. Es ist also alles möglich. Wer die Lampe gerne in echt bestaunen möchte, kann dies im Winkel in der Lorraine machen. Dort kann das 3BEIN exklusiv gekauft werden. Regionalität und Handarbeit hat ihren Preis und ist diesen absolut wert. Die Lampe besteht aus insgesamt 27 Einzelteilen und diese alle beisammen zu haben ist mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden.

Seit kurzem ist das 3BEIN als Neuauflage erhältlich, mit Magnetverbindungen und Gummifüssen für einen noch besseren Halt. Für alle die noch nicht wissen, wie mit drei Beinen umzugehen ist, gibt es einen aufschlussreichen Erklärfilm. Als ich mein 3BEIN erhalten habe, schaffte ich den Aufbau noch nicht so zackig wie im Clip, aber inzwischen weiss ich die Handgriffe für den perfekten Stand.

Ein neues Lampenmodell ist zurzeit noch nicht erhältlich, so Samuel. Aber das ist ganz sicher nur eine Frage der Zeit. Ich weiss, dass in seiner Wohnung über dem Esstisch eine wirklich sehr hübsche, selbstgemachte Lampe hängt.

SAMUEL MÉTRAUX DESIGN.
info@3bein.ch – +41 (0) 79 747 34 26
Wylerringstrasse 39 – 3014 Bern
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Fotos: Samuel Métraux Design


Über die Gastautorin Isa Jungi

Isa Jungi ist durch und durch ein Bärner Meitschi und liebt das Leben in der schönsten Stadt der Schweiz. Das Alpenpanorama und die Mittelstrasse quasi vor der Haustür und die Café-Bar Parterre vor der Bürotür, findet sie manchmal tagelang nicht aus der Länggasse heraus. Obwohl schon seit Jahren dort zu Hause, will Isa diesem Quartier irgendwann mal fremdgehen, um in der prachtvollen Berner Altstadt zu wohnen. Die Schreiberei ist ein unausgesprochenes Hobby und wird eigentlich nur zu Selbstzwecken ausgeführt ohne Publikum, einfach um die Gedankenwelt festzuhalten.

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